Wo finde ich Unterstützung?

Unabhängiger Beauftragter

Der Unabhängige Beauftragte für Fragen des sexuellen Kindesmissbrauchs (UBSKM) ist das Amt der Bundesregierung für die Anliegen von Betroffenen und deren Angehörigen, für Expertinnen und Experten aus Praxis und Wissenschaft sowie für alle Menschen in Politik und Gesellschaft, die sich gegen sexuelle Gewalt engagieren.

Mit dem Bekanntwerden unzähliger Fälle von sexuellen Missbrauch und sexualisierter Gewalt in zahlreichen Institutionen und Heimen richtete die Bundesregierung am 24. März 2010 den Runden Tisch „Sexueller Kindesmissbrauch“ ein und berief die erste Unabhängige Beauftragte zur Aufarbeitung des sexuellen Kindesmissbrauchs: die Bundesfamilienministerin a.D. Dr. Christine Bergmann.

Die wesentliche Grundlage zur Aufarbeitung von sexuellem Kindesmissbrauch in privaten und öffentlichen Einrichtungen sowie im familiären Bereich waren Gespräche mit Betroffenen, aber auch zahlreiche Briefe. Über 20.000-mal wandten sich Betroffene – telefonisch oder schriftlich – an Dr. Christine Bergmann.

Das Hilfetelefon und Hilfeportal Sexueller Missbrauch

Das „Hilfetelefon Sexueller Missbrauch“ ist die bundesweite, kostenfreie und anonyme Anlaufstelle für Betroffene von sexueller Gewalt, für Angehörige sowie Personen aus dem sozialen Umfeld von Kindern, für Fachkräfte und für alle Interessierten.

Zur Seite des Hilfetelefons

Das „Hilfeportal Sexueller Missbrauch“ ist das zentrale Bundesportal für Menschen, die in ihrer Kindheit oder Jugend sexuelle Gewalt erlitten haben, und Angehörige. Das Angebot richtet sich vorrangig an Erwachsene. Betroffene von sexuellem Missbrauch und ihre Angehörigen haben Anspruch auf Hilfe. Über sexuellen Missbrauch zu sprechen, kann sehr belastend sein. Beratung und Therapie sind jedoch wichtige Schritte, um den Missbrauch verarbeiten zu können. Bei der Suche nach Unterstützungsangeboten unterstützt das Hilfeportal Sexueller Missbrauch.

Zum Hilfeportal

Fonds

Im Abschlussbericht des Runden Tisches „Sexueller Kindesmissbrauch in Abhängigkeits- und Machtverhältnissen in privaten und öffentlichen Einrichtungen und im familiären Bereich“ wurde die Errichtung eines „Ergänzenden Hilfesystems“ für Betroffene sexuellen Missbrauchs in allen Bereichen gefordert. Der Bund kam dieser Forderung in seinem Zuständigkeitsbereich nach und stellte für den familiären Bereich 50 Millionen EUR bereit.

Zur Unterstützung von Betroffenen bei der Linderung der Folgen sexuellen Missbrauchs hat die Bundesregierung am 1. Mai 2013 den Fonds „Sexueller Missbrauch im familiären Bereich“ als ersten Teil des so genannten „Ergänzenden Hilfesystems“ aufgelegt. Aus Mitteln des Fonds können Betroffene Sachleistungen beantragen.

Zur Seite des Fonds

Häufige Fragen und Antworten werden unter nachfolgenen Link ausführlich und übersichtlich dargestellt.

Zur Fragen und Antworten Seite des Fonds

Die Selbsthilfegruppe

Eine weitere Möglichkeit der Unterstützung stellt die Selbsthilfegruppe „Verbogene Seelen“ dar. Diese informiert auf einer eigenen Unterseite über ihre Enstehung, sowie ihren Hilfsangeboten und Aktivitäten.

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